Alle Lektionen des Kapitels, bereit für Papier. Die Aufgabenserien heißen A, B, C… und die Lösungen stehen am Ende.
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Jahrgangsstufe 10
Zusammengesetzte Zufallsexperimente
NameDatum
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1. Unabhängige aufeinanderfolgende Versuche und Baumdiagramme
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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.
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Eine faire Münze wird zweimal geworfen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für zweimal „Zahl“?
41
1
Die Grundidee
Mehrstufige Zufallsexperimente stellt man mit einem Baumdiagramm dar.
1. Pfadregel: Die Wahrscheinlichkeit eines Pfads ist das Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfads. 2. Pfadregel: Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten der zugehörigen Pfade.
Sind die Stufen unabhängig, hängen die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe nicht vom Ergebnis der ersten ab.
Beispiel
Man wählt eine Person aus; A: „sie wohnt im Internat“, P(A)=0,4. Dann B: „sie hat bestanden“, mit PA(B)=0,5 und PAˉ(B)=0,75. Berechne P(B).
0,4⋅0,5=0,2
Pfad über A.
0,6⋅0,75=0,45
Pfad über Ā.
P(B)=0,2+0,45=0,65
2. Pfadregel.
Du bist dran
Jetzt du: Berechne mit demselben Baum PB(A) als Bruch.
134
P(A ∩ B) : P(B) = 0,2 : 0,65.
Üben ★
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 41, B beim zweiten 41. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 61, B beim zweiten 31. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 21, B beim zweiten 41. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
Vorsicht!
Üben ★★
P(A)=54, PA(B)=106 und PAˉ(B)=104. Berechne P(B).
P(A)=53, PA(B)=107 und PAˉ(B)=104. Berechne P(B).
Ein Zufallsexperiment, bei dem A die Wahrscheinlichkeit 21 hat, wird dreimal unabhängig durchgeführt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, jedes Mal A zu erhalten.
In einem Baumdiagramm ist P(A)=53 und PA(B)=104. Berechne P(A∩B).
Abschlusscheck
Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 41, B beim zweiten 41. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 61, B beim zweiten 31. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
Zwei unabhängige Zufallsexperimente werden nacheinander ausgeführt. A hat beim ersten die Wahrscheinlichkeit 21, B beim zweiten 41. Berechne die Wahrscheinlichkeit für erst A, dann B.
2. Relative Häufigkeit auf lange Sicht und Simulation
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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.
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Eine faire Münze zeigte bei 10 Würfen 7-mal „Kopf“. Was erwartest du bei 10 000 Würfen?
Einen Anteil von „Kopf“ nahe 0,5
Mehr „Zahl“ als „Kopf“, um die 7-mal „Kopf“ auszugleichen
Simuliere einige Male 10 Würfe, dann 1000. Was passiert mit dem Anteil von „Kopf“?
Er nähert sich 0,5
Er entfernt sich weiter von 0,5, um Serien auszugleichen
Die Grundidee
Wahrscheinlichkeit ist eine relative Häufigkeit auf lange Sicht.
Gesetz der großen Zahlen: Wird ein Zufallsexperiment sehr oft wiederholt, nähert sich die relative Häufigkeit eines Ereignisses seiner Wahrscheinlichkeit. Unabhängige Versuche haben kein Gedächtnis. Eine Simulation ahmt ein Zufallsexperiment mit Zufallszahlen nach, um Wahrscheinlichkeiten zu schätzen.
Beispiel
Simuliere eine Wahrscheinlichkeit von 30 % mit Zufallsziffern.
0, 1, 2 bedeuten „Treffer“
Jede Ziffer hat die Wahrscheinlichkeit 0,1.
1000 Zufallsziffern ablesen; Treffer zählen
Oft wiederholen.
Etwa 300 Treffer zu erwarten
Relative Häufigkeit.
Du bist dran
Jetzt du: Wie viele Ziffern braucht man für eine Wahrscheinlichkeit von 60 %?
6
0,6 : 0,1.
Üben ★
Eine faire Münze zeigt 7-mal hintereinander „Kopf“. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für „Kopf“ beim nächsten Wurf?
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
Kleiner als 1/2: „Zahl“ ist fällig
Größer als 1/2: „Kopf“ hat eine Glückssträhne
Was bedeutet es, dass die Regenwahrscheinlichkeit für morgen 0,7 ist?
An vielen Tagen wie morgen regnet es an etwa 70 % davon
Es regnet 70 % des Tages
Es regnet, wenn die Wahrscheinlichkeit über 0,5 liegt
Vorsicht!
Üben ★★
Ein Freiwurf gelingt mit der Wahrscheinlichkeit 0,6. Wie viele der zehn Ziffern 0–9 sollen bei einer Simulation mit Zufallsziffern für „getroffen“ stehen?
Ein Freiwurf gelingt mit der Wahrscheinlichkeit 0,4. Wie viele der zehn Ziffern 0–9 sollen bei einer Simulation mit Zufallsziffern für „getroffen“ stehen?
Abschlusscheck
Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?
Eine faire Münze zeigt 7-mal hintereinander „Kopf“. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für „Kopf“ beim nächsten Wurf?
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
Kleiner als 1/2: „Zahl“ ist fällig
Größer als 1/2: „Kopf“ hat eine Glückssträhne
Eine faire Münze zeigt 5-mal hintereinander „Kopf“. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für „Kopf“ beim nächsten Wurf?
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
Kleiner als 1/2: „Zahl“ ist fällig
Größer als 1/2: „Kopf“ hat eine Glückssträhne
Eine faire Münze zeigt 10-mal hintereinander „Kopf“. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für „Kopf“ beim nächsten Wurf?
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
Kleiner als 1/2: „Zahl“ ist fällig
Größer als 1/2: „Kopf“ hat eine Glückssträhne
Merkkarte
Auf lange Sicht
Wahrscheinlichkeit = relative Häufigkeit auf lange Sicht.
Mit Zufallszahlen simulieren.
Achtung: kein Gedächtnis, keine „fälligen“ Ergebnisse.
3. Monte-Carlo-Methode
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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.
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Von 100 Zufallspunkten im Einheitsquadrat liegen 78 im Viertelkreis. Das Quadrat hat den Flächeninhalt 1. Wie groß ist der Flächeninhalt des Viertelkreises ungefähr?
dfracpi4approx0,785." data-option="1">Etwa 0,78
Genau 0,78
Die Grundidee
Zufallspunkte können eine Fläche messen, die man schwer berechnen kann.
Monte-Carlo-Methode: Man wählt n gleichmäßig verteilte Zufallspunkte in einer Vergleichsfläche A und zählt die k Treffer in der gesuchten Figur. Dann ist deren Flächeninhalt ungefähr nk⋅A.
Mit mehr Punkten wird die Schätzung im Allgemeinen genauer (Gesetz der großen Zahlen), bleibt aber eine Schätzung.
Beispiel
In einem Rechteck mit dem Flächeninhalt 12 cm² liegen von 200 Zufallspunkten 150 in einer Figur.
200150=0,75
Der Trefferanteil.
0,75⋅12=9
Anteil mal Vergleichsfläche.
Die Figur hat etwa 9 cm².
Eine Schätzung.
Du bist dran
Jetzt du: Im Einheitsquadrat liegen 80 von 100 Punkten im Viertelkreis. Schätze π mit 4π≈nk.
π≈4⋅0,8
Mit 4 multiplizieren.
3,2
Schätzwert.
Üben ★
In einem Quadrat mit der Seitenlänge 10 cm liegen von 100 Zufallspunkten 58 in einer Figur. Schätze ihren Flächeninhalt in cm².
In einem Quadrat mit der Seitenlänge 7 cm liegen von 100 Zufallspunkten 73 in einer Figur. Schätze ihren Flächeninhalt in cm².
Im Einheitsquadrat liegen von 100 Zufallspunkten 71 im Viertelkreis mit Radius 1. Welchen Schätzwert für π ergibt das?
Vorsicht!
Üben ★★
Eine Monte-Carlo-Schätzung mit 700 Punkten wird mit zehnmal so vielen Punkten wiederholt. Was ist zu erwarten?
Die Schätzung ist im Allgemeinen genauer, aber nicht exakt
Das Ergebnis ist jetzt exakt
Es ändert sich nichts an der Genauigkeit
Abschlussaufgabe. Um die Fläche unter einem Graphen zu schätzen, werden 200 Zufallspunkte in einem Rechteck mit den Seiten 4 und 2 erzeugt; 86 liegen unter dem Graphen.
Abschlusscheck
Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?
In einem Quadrat mit der Seitenlänge 10 cm liegen von 100 Zufallspunkten 58 in einer Figur. Schätze ihren Flächeninhalt in cm².
In einem Quadrat mit der Seitenlänge 7 cm liegen von 100 Zufallspunkten 73 in einer Figur. Schätze ihren Flächeninhalt in cm².
In einem Quadrat mit der Seitenlänge 10 cm liegen von 100 Zufallspunkten 40 in einer Figur. Schätze ihren Flächeninhalt in cm².
Merkkarte
Monte-Carlo-Methode
Zufallspunkte in einer Vergleichsfläche A.
Fläche ≈nk⋅A.
Mehr Punkte: im Allgemeinen genauer.
Achtung: Das Ergebnis ist eine Schätzung.
Lösungen: Zusammengesetzte Zufallsexperimente
1. Unabhängige aufeinanderfolgende Versuche und Baumdiagramme
A
161
181
81
B
2514
5029
C
81
D
256
E
161
181
81
2. Relative Häufigkeit auf lange Sicht und Simulation
A
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
B
An vielen Tagen wie morgen regnet es an etwa 70 % davon
C
6
4
D
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
1/2: Die Münze hat kein Gedächtnis
3. Monte-Carlo-Methode
A
58
1003577
B
2571
C
Die Schätzung ist im Allgemeinen genauer, aber nicht exakt