Zufallsgrößen und Binomialverteilung

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Alle Lektionen des Kapitels, bereit für Papier. Die Aufgabenserien heißen A, B, C… und die Lösungen stehen am Ende.

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1. Zufallsvariable und Wahrscheinlichkeitsverteilung

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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.

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Eine Münze wird zweimal geworfen; XX ist die Anzahl von „Zahl“. Welche Werte nimmt XX an?

  1. 00, 11, 22
  2. 11, 22

Die Grundidee

Eine Zufallsgröße ordnet jedem Ergebnis eine Zahl zu.

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von XX gibt P(X=xi)P(X = x_i) für jeden Wert an. Die Summe dieser Wahrscheinlichkeiten ist 1.

Beispiel

Verteilung von XX bei zwei Münzwürfen.

P(X=0)=14P(X = 0) = \dfrac{1}{4}
KK.
P(X=1)=12P(X = 1) = \dfrac{1}{2}
ZK oder KZ.
P(X=2)=14P(X = 2) = \dfrac{1}{4}
ZZ.

Du bist dran

Jetzt du: Wie groß ist P(X≥1)P(X \geq 1) für diese Verteilung?

34\dfrac{3}{4}
1/2 + 1/4.

Üben ★

  1. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 110\dfrac{ 1 }{10} und 310\dfrac{ 3 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?
  2. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 410\dfrac{ 4 }{10} und 410\dfrac{ 4 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?
  3. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 310\dfrac{ 3 }{10} und 310\dfrac{ 3 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?

Vorsicht!

Üben ★★

  1. P(X=0)=210P(X = 0) = \dfrac{ 2 }{10}, P(X=1)=210P(X = 1) = \dfrac{ 2 }{10}, und XX nimmt auch den Wert 2 an. Bestimme P(X≥1)P(X \geq 1).
  2. P(X=0)=310P(X = 0) = \dfrac{ 3 }{10}, P(X=1)=310P(X = 1) = \dfrac{ 3 }{10}, und XX nimmt auch den Wert 2 an. Bestimme P(X≥1)P(X \geq 1).
  1. P(X=1)=210P(X = 1) = \dfrac{ 2 }{10}, P(X=2)=310P(X = 2) = \dfrac{ 3 }{10}, und XX nimmt nur die Werte 0, 1 und 2 an. Bestimme P(X≥1)P(X \geq 1).
  1. Wie groß ist die Summe aller Wahrscheinlichkeiten einer Wahrscheinlichkeitsverteilung?
    1. 1
    2. 0
    3. Die Anzahl der Werte

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 110\dfrac{ 1 }{10} und 310\dfrac{ 3 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?
  2. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 410\dfrac{ 4 }{10} und 410\dfrac{ 4 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?
  3. XX nimmt drei Werte an; zwei davon haben die Wahrscheinlichkeiten 310\dfrac{ 3 }{10} und 310\dfrac{ 3 }{10}. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit des dritten?

Merkkarte

Wahrscheinlichkeitsverteilung

  • Werte und Wahrscheinlichkeiten.
  • Summe = 1.

Achtung: Prüfe immer die Summe.

2. Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung

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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.

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Ein Spiel bringt mit der Wahrscheinlichkeit 0,10{,}1 genau 10 € und sonst 0 €. Wie hoch ist der mittlere Gewinn?

  1. 11 €
  2. 55 €

Die Grundidee

Der Erwartungswert ist ein gewichteter Mittelwert.

E(X)=∑xi⋅P(X=xi)E(X) = \displaystyle\sum x_i \cdot P(X = x_i).

Var(X)=∑(xi−E(X))2⋅P(X=xi)Var(X) = \displaystyle\sum (x_i - E(X))^2 \cdot P(X = x_i) und σ(X)=Var(X)\sigma(X) = \sqrt{Var(X)}.

Beispiel

XX ist 0 oder 2, jeweils mit P=12P = \dfrac{1}{2}.

E(X)=1E(X) = 1
Erwartungswert.
Var(X)=1⋅12+1⋅12=1Var(X) = 1 \cdot \dfrac{1}{2} + 1 \cdot \dfrac{1}{2} = 1
Varianz.
σ(X)=1\sigma(X) = 1
Standardabweichung.

Du bist dran

Jetzt du: XX ist 1 mit der Wahrscheinlichkeit 0,20{,}2, sonst 0. Berechne E(X)E(X).

0,20{,}2
1 · 0,2.

Üben ★

  1. XX ist 6 mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).
  2. XX ist 3 mit der Wahrscheinlichkeit 17\dfrac{1}{ 7 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).
  3. XX ist 5 mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).

Vorsicht!

Üben ★★

  1. XX ist −6-6 oder 66, jeweils mit der Wahrscheinlichkeit 12\dfrac{1}{2}. Berechne Var(X)Var(X).
  2. XX ist −5-5 oder 55, jeweils mit der Wahrscheinlichkeit 12\dfrac{1}{2}. Berechne Var(X)Var(X).
  1. Abschlussaufgabe. Ein Spiel kostet 1 € und bringt mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 } genau 2 €, sonst nichts.
  1. E(X)=7E(X) = 7. Berechne E(4X+2)E(4X + 2).
  1. Var(X)=3Var(X) = 3. Berechne Var(3X+2)Var(3X + 2).

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. XX ist 6 mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).
  2. XX ist 3 mit der Wahrscheinlichkeit 17\dfrac{1}{ 7 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).
  3. XX ist 5 mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 } und sonst 0. Berechne E(X)E(X).

Merkkarte

Erwartungswert und Varianz

  • E(X)=∑xi⋅piE(X) = \sum x_i \cdot p_i.
  • σ(X)=Var(X)\sigma(X) = \sqrt{Var(X)}.

Achtung: Mit den Wahrscheinlichkeiten gewichten.

3. Erwartungswert und Standardabweichung einer Zufallsgröße

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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.

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Ein Los gewinnt mit der Wahrscheinlichkeit 0,1 genau 10 Euro, sonst nichts. Wie viel gewinnt man auf lange Sicht im Mittel pro Los?

  1. 1 Euro
  2. 5 Euro

Die Grundidee

Erwartungswert und Standardabweichung einer Zufallsgröße.

E(X)=μ=∑x⋅P(X=x)E(X) = \mu = \sum x \cdot P(X = x), der Mittelwert auf lange Sicht. Var(X)=∑(x−μ)2⋅P(X=x)Var(X) = \sum (x - \mu)^2 \cdot P(X = x) und σ=Var(X)\sigma = \sqrt{Var(X)}. Ist XX mit der Wahrscheinlichkeit pp gleich 1 und sonst 0: μ=p\mu = p, Var(X)=p(1−p)Var(X) = p(1 - p).

Beispiel

XX: 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 0,3, 0,4, 0,3.

E(X)=0+0,4+0,6=1E(X) = 0 + 0{,}4 + 0{,}6 = 1
Σ x · P(X = x).
Var(X)=0,3+0+0,3=0,6Var(X) = 0{,}3 + 0 + 0{,}3 = 0{,}6
Σ (x − 1)² · P(X = x).
σ=0,6≈0,77\sigma = \sqrt{0{,}6} \approx 0{,}77
Wurzel ziehen.

Du bist dran

Jetzt du: XX = 0, 5 mit den Wahrscheinlichkeiten 0,6, 0,4. Bestimme E(X)E(X).

22
5 · 0,4.

Üben ★

  1. X nimmt die Werte 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 51/100, 15/100 und 34/100 an. Bestimme E(X).
  2. X nimmt die Werte 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 56/100, 25/100 und 19/100 an. Bestimme E(X).
  1. Ein Spiel kostet 1 Euro. Mit der Wahrscheinlichkeit 1/7 gewinnst du netto 9 Euro; sonst ist dein Euro verloren. Bestimme deinen erwarteten Nettogewinn in Euro.

Vorsicht!

Üben ★★

  1. X = 1 mit der Wahrscheinlichkeit 7/10, sonst X = 0. Bestimme die Standardabweichung von X.
  2. X = 1 mit der Wahrscheinlichkeit 9/10, sonst X = 0. Bestimme die Standardabweichung von X.

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. X nimmt die Werte 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 51/100, 15/100 und 34/100 an. Bestimme E(X).
  2. X nimmt die Werte 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 56/100, 25/100 und 19/100 an. Bestimme E(X).
  3. X nimmt die Werte 0, 1, 2 mit den Wahrscheinlichkeiten 77/100, 10/100 und 13/100 an. Bestimme E(X).

Merkkarte

Erwartungswert und Standardabweichung

E(X)=∑x⋅P(X=x)E(X) = \sum x \cdot P(X = x); σ=∑(x−μ)2⋅P(X=x)\sigma = \sqrt{\sum (x - \mu)^2 \cdot P(X = x)}.

Achtung: Mit den Wahrscheinlichkeiten gewichten; Verluste mitzählen.

4. Kombinationen und Binomialkoeffizienten

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Aus einer Gruppe von 5 Schülerinnen und Schülern werden 2 für einen Ausflug ausgewählt. Das Paar Ana-Ben ist dasselbe wie Ben-Ana. Wie viele Paare gibt es?

  1. 10
  2. 20

Die Grundidee

Eine Kombination von kk Elementen ist eine Teilmenge mit kk Elementen: ohne Reihenfolge und ohne Wiederholung.

(nk)=n(n−1)⋯(n−k+1)k!=n!k! (n−k)!\displaystyle\binom{n}{k} = \frac{n(n-1)\cdots(n-k+1)}{k!} = \frac{n!}{k!\,(n-k)!}

Man liest „nn über kk“. Zu jeder Teilmenge gehören k!k! geordnete Listen, deshalb teilt man durch k!k!.

Beispiel

Berechne (62)\dbinom{6}{2} und deute das Ergebnis.

(62)=6⋅52!\dbinom{6}{2} = \dfrac{6 \cdot 5}{2!}
Zwei Faktoren im Zähler, weil k = 2.
(62)=15\dbinom{6}{2} = 15
2! = 2.
Es gibt 15 Möglichkeiten, 2 Elemente aus 6 auszuwählen.
Deutung: Teilmengen mit 2 Elementen.

Du bist dran

Jetzt du: Berechne (73)\dbinom{7}{3}.

(73)=7⋅6⋅56\dbinom{7}{3} = \dfrac{7 \cdot 6 \cdot 5}{6}
Drei Faktoren, geteilt durch 3! = 6.
3535
210 : 6.

Üben ★

  1. Berechne (112)\dbinom{ 11 }{ 2 }.
  2. Berechne (123)\dbinom{ 12 }{ 3 }.
  3. Berechne (122)\dbinom{ 12 }{ 2 }.

Vorsicht!

Üben ★★

  1. In einem Team aus 21 Personen wird eine Dreiergruppe ohne besondere Rollen gebildet. Wie viele verschiedene Gruppen gibt es?
  2. In einem Team aus 7 Personen wird eine Dreiergruppe ohne besondere Rollen gebildet. Wie viele verschiedene Gruppen gibt es?
  1. In einer Klasse mit 17 Schülerinnen und Schülern werden ein Klassensprecher und ein Stellvertreter ausgelost. Mit welcher Rechnung erhältst du die Anzahl der möglichen Auslosungen?
    1. 17⋅1617 \cdot 16
    2. (172)\dbinom{ 17 }{2}
    3. 17217^2
  2. In einer Klasse mit 18 Schülerinnen und Schülern werden ein Klassensprecher und ein Stellvertreter ausgelost. Mit welcher Rechnung erhältst du die Anzahl der möglichen Auslosungen?
    1. 18⋅1718 \cdot 17
    2. (182)\dbinom{ 18 }{2}
    3. 18218^2
  1. Ein Verein hat 6 Mädchen und 3 Jungen. Es werden 2 Mädchen und 1 Junge ausgewählt. Wie viele Gruppen sind möglich?

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. Berechne (112)\dbinom{ 11 }{ 2 }.
  2. Berechne (123)\dbinom{ 12 }{ 3 }.
  3. Berechne (122)\dbinom{ 12 }{ 2 }.

Merkkarte

Kombinationen

  • (nk)\dbinom{n}{k}: Anzahl der Teilmengen mit kk Elementen einer Menge mit nn Elementen.
  • (nk)=n!k! (n−k)!\dbinom{n}{k} = \dfrac{n!}{k!\,(n-k)!}.

Achtung: Wenn die Reihenfolge zählt, ist es keine Kombination.

5. Die Binomialverteilung

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Eine Münze wird dreimal geworfen. Wie viele Folgen enthalten genau einmal Zahl?

  1. 3
  2. 1

Die Grundidee

Ein Bernoulli-Experiment hat zwei Ergebnisse: Treffer mit der Wahrscheinlichkeit pp und Niete. Eine Bernoulli-Kette der Länge nn wiederholt es nn-mal unabhängig.

Die Anzahl XX der Treffer ist binomialverteilt nach B(n;p)B(n; p): P(X=k)=(nk)pk(1−p)n−kP(X = k) = \binom{n}{k}p^k(1 - p)^{n - k}, wobei (nk)\binom{n}{k} die Pfade im Baumdiagramm mit kk Treffern zählt.

Beispiel

XX ist nach B(5;0,2)B(5; 0{,}2) verteilt. Berechne P(X=2)P(X = 2).

(52)=10\binom{5}{2} = 10
Anzahl der Pfade.
0,22⋅0,83=0,020480{,}2^2 \cdot 0{,}8^3 = 0{,}02048
Wahrscheinlichkeit eines Pfads.
P(X=2)=0,2048P(X = 2) = 0{,}2048
Multiplizieren.

Du bist dran

Jetzt du: XX ist nach B(4;12)B\left(4; \dfrac{1}{2}\right) verteilt. Berechne P(X=1)P(X = 1).

14\dfrac{1}{4}
4 · (½)⁴.

Üben ★

  1. Eine Spielerin trifft einen Freiwurf mit der Wahrscheinlichkeit 16\dfrac{1}{ 6 }. Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei 5 unabhängigen Würfen genau einmal zu treffen.
  2. Eine Spielerin trifft einen Freiwurf mit der Wahrscheinlichkeit 15\dfrac{1}{ 5 }. Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei 6 unabhängigen Würfen genau einmal zu treffen.
  1. Welche Situation lässt sich mit einer Binomialverteilung beschreiben?
    1. Die Anzahl von „Zahl“ bei 9 Würfen einer fairen Münze
    2. Die Anzahl der Würfe bis zur ersten „Zahl“
    3. Die Anzahl der Asse unter 9 Karten, die ohne Zurücklegen gezogen werden

Vorsicht!

Üben ★★

  1. Ein Samenkorn keimt mit der Wahrscheinlichkeit 14\dfrac{1}{ 4 }, unabhängig von den anderen. Es werden 6 Körner gesät. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei keimen.
  2. Ein Samenkorn keimt mit der Wahrscheinlichkeit 13\dfrac{1}{ 3 }, unabhängig von den anderen. Es werden 8 Körner gesät. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei keimen.
  1. Abschlussaufgabe. Ein Bauteil einer Maschine ist mit der Wahrscheinlichkeit 15\dfrac{1}{ 5 } defekt, unabhängig von den anderen. Vier Bauteile werden geprüft; XX zählt die defekten.

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. Eine Spielerin trifft einen Freiwurf mit der Wahrscheinlichkeit 16\dfrac{1}{ 6 }. Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei 5 unabhängigen Würfen genau einmal zu treffen.
  2. Eine Spielerin trifft einen Freiwurf mit der Wahrscheinlichkeit 15\dfrac{1}{ 5 }. Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei 6 unabhängigen Würfen genau einmal zu treffen.
  3. Eine Spielerin trifft einen Freiwurf mit der Wahrscheinlichkeit 12\dfrac{1}{ 2 }. Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei 7 unabhängigen Würfen genau einmal zu treffen.

Merkkarte

Binomialverteilung

P(X=k)=(nk)pk(1−p)n−kP(X = k) = \binom{n}{k}p^k(1 - p)^{n - k} für XX nach B(n;p)B(n; p).

Achtung: Mit der Anzahl der Pfade multiplizieren.

6. Erwartungswert und Standardabweichung der Binomialverteilung

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Eine faire Münze wird 100-mal geworfen. Wie oft erwartet man im Mittel „Zahl“?

  1. 50
  2. 25

Die Grundidee

Eine binomialverteilte Zufallsgröße ist die Summe von nn unabhängigen Bernoulli-Größen.

Ist XX nach B(n;p)B(n; p) verteilt, so gilt E(X)=n⋅pE(X) = n \cdot p, Var(X)=n⋅p⋅(1−p)Var(X) = n \cdot p \cdot (1 - p) und σ(X)=n⋅p⋅(1−p)\sigma(X) = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)}.

Beispiel

XX ist nach B(50;0,3)B(50; 0{,}3) verteilt.

E(X)=15E(X) = 15
n · p.
Var(X)=10,5Var(X) = 10{,}5
n · p · (1 − p).
σ(X)≈3,24\sigma(X) \approx 3{,}24
Wurzel.

Du bist dran

Jetzt du: n=200n = 200, p=0,1p = 0{,}1. Berechne den Erwartungswert.

2020
200 · 0,1.

Üben ★

  1. XX ist binomialverteilt mit n=91n = 91 und p=19p = \dfrac{1}{ 9 }. Berechne E(X)E(X).
  2. XX ist binomialverteilt mit n=87n = 87 und p=18p = \dfrac{1}{ 8 }. Berechne E(X)E(X).
  1. XX ist binomialverteilt mit n=70n = 70 und p=15p = \dfrac{1}{ 5 }. Berechne σ(X)\sigma(X).
  2. XX ist binomialverteilt mit n=71n = 71 und p=12p = \dfrac{1}{ 2 }. Berechne σ(X)\sigma(X).

Vorsicht!

Üben ★★

  1. Ein Multiple-Choice-Test hat 87 Fragen mit je 4 Antworten. Jemand kreuzt alle zufällig an. Was bedeutet E(X)=874E(X) = \frac{87}{4}?
    1. Bei sehr vielen zufällig ausgefüllten Tests liegt die mittlere Anzahl richtiger Antworten nahe bei \frac{87}{4}
    2. Es werden genau \frac{87}{4} Antworten richtig sein
    3. \frac{87}{4} ist das bestmögliche Ergebnis

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. XX ist binomialverteilt mit n=91n = 91 und p=19p = \dfrac{1}{ 9 }. Berechne E(X)E(X).
  2. XX ist binomialverteilt mit n=87n = 87 und p=18p = \dfrac{1}{ 8 }. Berechne E(X)E(X).
  3. XX ist binomialverteilt mit n=59n = 59 und p=15p = \dfrac{1}{ 5 }. Berechne E(X)E(X).

Merkkarte

Erwartungswert und Standardabweichung

E(X)=n⋅pE(X) = n \cdot p und σ(X)=n⋅p⋅(1−p)\sigma(X) = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)}.

Achtung: Die Standardabweichung ist die Wurzel aus n⋅p⋅(1−p)n \cdot p \cdot (1 - p).

7. Binomialverteilung: Schwellenwerte und Intervalle

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Drei schnelle Fragen zu früheren Lektionen.

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Eine Münze zeigt „Zahl“ mit der Wahrscheinlichkeit 12\dfrac{1}{2}. Man möchte mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 0,990{,}99 mindestens einmal „Zahl“. Wie berechnet man P(X≥1)P(X \geq 1) am einfachsten?

  1. 1−P(X=0)1 - P(X = 0)
  2. P(X=1)P(X = 1)

Die Grundidee

Taschenrechner oder Tabellenkalkulation liefern die kumulierten Wahrscheinlichkeiten P(X≤k)P(X \leq k).

P(a≤X≤b)=P(X≤b)−P(X≤a−1)P(a \leq X \leq b) = P(X \leq b) - P(X \leq a - 1).

„Mindestens“-Aufgaben: Gesucht ist die kleinste ganze Zahl kk mit P(X≤k)≥αP(X \leq k) \geq \alpha oder das kleinste nn mit 1−(1−p)n≥α1 - (1 - p)^n \geq \alpha.

Beispiel

Bestimme das kleinste nn mit 1−0,5n≥0,991 - 0{,}5^n \geq 0{,}99.

0,5n≤0,010{,}5^n \leq 0{,}01
Die Potenz isolieren.
n=7n = 7
0,5⁶ ≈ 0,0156 und 0,5⁷ ≈ 0,0078.

Du bist dran

Jetzt du: P(X≤5)=0,9P(X \leq 5) = 0{,}9 und P(X≤2)=0,3P(X \leq 2) = 0{,}3. Wie groß ist P(3≤X≤5)P(3 \leq X \leq 5)?

0,60{,}6
0,9 − 0,3.

Üben ★

  1. XX ist nach B(6;12)B\left(6; \dfrac{1}{ 2 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).
  2. XX ist nach B(5;13)B\left(5; \dfrac{1}{ 3 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).
  3. XX ist nach B(5;14)B\left(5; \dfrac{1}{ 4 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).

Vorsicht!

Üben ★★

  1. Bestimme die kleinste ganze Zahl nn mit 1−(12)n≥1−11021 - \left(\dfrac{1}{2}\right)^n \geq 1 - \dfrac{1}{10^{ 2 }}.
  2. Bestimme die kleinste ganze Zahl nn mit 1−(12)n≥1−11031 - \left(\dfrac{1}{2}\right)^n \geq 1 - \dfrac{1}{10^{ 3 }}.
  1. XX ist nach B(3;12)B\left(3; \dfrac{1}{2}\right) verteilt. Berechne P(1≤X≤2)P(1 \leq X \leq 2).
  2. XX ist nach B(5;12)B\left(5; \dfrac{1}{2}\right) verteilt. Berechne P(1≤X≤4)P(1 \leq X \leq 4).
  1. XX ist nach B(4;12)B\left(4; \dfrac{1}{2}\right) verteilt. Berechne P(X=1)P(X = 1).

Abschlusscheck

Drei Fragen zum Abschluss: Sitzt es?

  1. XX ist nach B(6;12)B\left(6; \dfrac{1}{ 2 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).
  2. XX ist nach B(5;13)B\left(5; \dfrac{1}{ 3 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).
  3. XX ist nach B(5;14)B\left(5; \dfrac{1}{ 4 }\right) verteilt. Berechne P(X≥1)P(X \geq 1).

Merkkarte

Kumulierte Wahrscheinlichkeiten

  • P(a≤X≤b)=P(X≤b)−P(X≤a−1)P(a \leq X \leq b) = P(X \leq b) - P(X \leq a - 1).
  • „Mindestens einmal“: über das Gegenereignis.

Achtung: auf das a−1a - 1 achten.